Anfang der 90er Jahre begann ich meinen Upsiddown-Zyklus - Spiegelbilder auf Kopf gedreht - als Gegenpol zu meinen Photoshopaktivitäten - Retuschen, Montagen, Verfremdungen.
Mit diesem Bild fing alles an, im Rio Tinto spiegeln sich Bäume vom anderen Ufer .
Die Qualität der analogen Bilder lässt oft zu wünschen übrig. analogisch oder? Film mit ISO 50 ist halt ISO 50, Abblenden? Ohne Autofokus, wo leg ich den Fokus hin, alles Einstellungen, bei denen der Spielraum oft sehr klein war. Oft ein "Aha, dass hätte ich auch besser machen können", wenn ich Wochen später die fertigen Bilder in Händen hielt.
In der Stadt gibt es viele und schöne Motive für Spiegelbilder. Auf La Palma z.B, wurde ich allerdings schräg angeschaut, als ich dem Sprengwagen der Straßenreinigung mit der Kamera hinterherging, um Spiegel einzufangen. Es hatte dort 14 Monate nicht geregnet und es war die einzige Möglichkeit mich upsidedown auszutoben.
Am Meer - viel Wasser, viele Spiegelungen sollte man meinen. Aber häufig löst der stetige und kräftige Wind das spiegelige auf.
Zugegeben, die Einteilung in die von mir festgelegten Kategorien ist willkürlich und der Großteil der Bilder ließe sich in mehr als einer Kategorie unterbringen. Aber diese Rubrik muss es auch geben.